Ein nettes (und sehr wahres) Zitat von Joshua Drescher, Associate Producer von Warhammer Online:
“Seventy-five percent of the titles on the market that claim to be ‘MMO’ are actually single-player or limited group-oriented games that just happen to have lots of other people running around, doing the same things and having no impact on one another. In my view, to truly be a ‘massively multiplayer’ experience, the extant population of the game world has to have some sort of impact on you – regardless of whether or not they’re in your raid group or guild. Otherwise, you’re basically just regarding those thousands of other people as window dressing and they might as well be NPCs at that point…“
Mehr Kommentare zum Thema Genre und Begrifflichkeit MMO von verschiedenen Spieleentwicklern nach dem Sprung.

Sie waren bereits in den neuen Coobico-Screenshots zu sehen: Banditen—ein auf Qubus Insel häufig anzutreffendes Übel. Banditen sind eine buntgemischte Meute aus Piraten, Beutelschneidern und marodierenden Landsknechten, die ihr Lager oft in unteriridischen Dungeons aufschlagen. Manchmal errichten sie auch kleine befestigte Siedlungen mit einer Zwingfeste und Hehler-Läden.
MMO-Märkte—besonders in den USA und Süd-Korea—sind übersättigt, so die Meinung von J.Mark Hood, Mitgründer von Reality Gap, einem amerikanischen Spielestudio für Free-To-Play-Spiele, wie von Gamasutra berichtet:
“I think it is saturated here, and I think there’s a real simple reason why most people [release free-to-play games],... the basic reason is—how do you compete with [the massive budgets] that Activision Blizzard and EA are doing right now? Unless you have a huge company and a huge amount of capital, there are not a lot of ways to do that.“
Ich denke, daß eine Menge Spieleentwickler dem nicht zustimmen würden, es gäbe ansonsten wohl weniger Neueinsteiger in diesem Bereich. Ohne konservativ klingen zu wollen: wie definiert sich ein gesättigter Markt? Doch dadurch, daß alle Endkunden bereits ein bestimmtes Produkt besitzen (z.B. hat beinahe jederman ein Auto) und erst wieder neue Produkte verkauft werden können, wenn die Gesamtzahl der Kunden wächst oder deren Produkte erneuert werden müssen (oder wenn, im Fall der Autoindustrie, die Regierung eine Abwrackprämie spendiert).
Für MMOs gibt es keine belastbaren Daten darüber, wieviele neue Spieler ein MMO ausprobieren werden und wieviele MMO-Spieler (abhängig von Zeit und Kosten) Zweit-, Dritt- oder weitere MMOs annehmen werden. Außerdem läßt sich nicht abschätzen, wieviele Spieleentwickler das Handtuch werfen und wieviele neue Konkurrenten auftauchen. Unter Berücksichtigung all solcher Unwägbarkeiten kann man nicht wirklich von einer Übersättigung sprechen—es gibt vermutlich noch eine Menge Wachstumspotential. Was Mark wahrscheinlich meinte, ist “es gibt derzeit eine große Menge konkurrierender Unternehmen”, aber das wäre natürlich keine nette Headline gewesen.
Meiner Ansicht nach befindet sich die MMO-Branche noch immer in der Wachstumsphase und das wird für einige Jahre auch so bleiben. Deshalb gibt es im Moment eine derartige Explosion neuer Anbieter von F2P-Spielen, was von Vorteil für die gesamte Spieleindustrie ist, denn dadurch werden mehr potentielle Spiele auf dieses Feld aufmerksam und der Marktzyklus wird hoffentlich beschleunigt (welcher zur Zeit noch sehr langsam ist, weil es einfach so lange dauert, ein MMO zu produzieren).
Schaut man sich eine Menge der F2P Spiele genauer an, trifft man häufig auf abgeschaltete Seiten—selbst bei Spielen, die erst im letzten Jahr an den Start gingen. Es wird wohl noch mehr solcher Konsolidierungen geben, während die Branche sich zu einem gesättigten Markt entwickelt.
Ich schätze daß die Entwicklung der nächsten Jahre (mal abgesehen davon, daß alle Entwickler sehr kosteneffizient arbeiten werden müssen) wird wahrscheinlich vom Geschäftsmodell eines jeden Spieles abhängen: Die großen Blockbuster-MMOs, die normalerweise Abo-basiert sind, werden vermutlich in stärkere Preiskonkurrenz geraten (höhere Produktionswerte, aber sinkende Betriebskosten und kürzere Vorlaufzeiten, sowie wachsende Konkurrenz). Das mag auch für F2P-Games gelten, die sich rein durch Mikrotransaktionen finanzieren. Für kostenlose, werbefinanzierte Spiele wie Coobico geht es eher um mehr Qualität und Relevanz für mehr Teilnehmer (um bessere Werbedeals abschließen zu können).
Wir haben eine ganze Rutsche neuer, aktueller Screenshots in unsere Galerie eingestellt— schaut mal rein.