Das Wall Street Journal berichtet über eine neue Ankündigung der Chinesischen Steuerbehörde, Handel mit virtuellen Währungen mit einer Einkommenssteuer zu belegen: “China will impose a personal income tax of 20% on profit from virtual money. The announcement, which was distributed to local tax bureaus, specifically takes aim at those who buy virtual currency from gamers and surfers and sell it to others at a mark-up. Taxation officials are granted the right to determine the original price of online virtual currency if the individual fails to provide proof of an original price, it says.“
Die neue Steuer zog eine Welle des Protests nach sich—einen Tag nach der Ankündigung hinterließen angeblich mehr als 6000 Benutzer wütende Kommentare bei Netease.com. Die neuen Steuerpläne scheinen auf das wachsende Problem von Geldwäscherei in virtuellen Onlinewelten in der Volksrepublik abzuzielen, die einen inflationären Effekt auf den Renminbi zu haben drohen. Letzte Woche berichtete Virtual Worlds News über einen Fall von Geldwäsche in Höhe von 36 Mio. Dollar: “Korean police arrested a group responsible for laundering money generated by Chinese gold farming from Korea back to the mainland. Over 18 months, the group wired $38 million from Korea to a Hong Kong paper company as payments for purchases. In return, the group took a commission of 3-5% for purchasing the virtual currency in China, reportedly produced by traditional farming as well as viruses, and then cashing out in the Korean market.“
Die geplante Steuer ist keine echte Überraschung, sie folgt der Besteuerung virtueller Währung in beispielsweise Korea und Schweden, wie Virtual World News berichtet. Dennoch bleibt sie ein neues und ungewöhnliches Instrument—man mag skeptisch sein, sowohl ob die Steuer erfolgreich eingeführt werden kann, als auch, ob sie sich als Mittel gegen virtuelle Verbrechen als wirksam erweisen wird.
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