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Einheiten und Avatare in Aufbausspielen

 

Was wäre, wenn Einheiten in Aufbauspielen persönliche (und personalisierbare) Eigenschaften hätten?

Vor einigen Wochen fand auf einigen Blogs eine interessante Diskussion darüber statt, ob Avatare in MMORPGs eher als “Pöppel” oder als Identifikationsfläche für Spieler dienen. Angeschoben wurde das Thema bei Wolfshead mit einem Artikel über Machismen in MMOs. 
Tobold vertrat die Meinung, daß Avatare als einfache “Tokens” anzusehen sind, selbst wenn sie die Möglichkeit der Individualisierbarkeit bieten:  “Ultimately your avatar is just a playing piece, and reading too much into his gender or race, and then projecting real world politics onto that, can only be a bad thing”. Raph Koster erwiderte daraufhin, daß dies aufgrund der psychologischen Mechanismen, die hier am Werk sind, nicht ohne weiteres möglich ist, und daß das Aussehen eines Avatars immer eine Auswirkung darauf haben wird, wie man im Spiel von anderen behandelt wird:  “in effect, our tokens have become rich enough to cause us to subconsciously treat them as people, whether or not we intended it”.

Meine 0.2 Euro hier ähneln denen von Raph—ein Avatar ist mehr als ein Werkzeug, um mit der Spielwelt zu interagieren. Seine Individualisierbarkeit geht darüber hinaus, sich von anderen Spielern unterscheiden zu können, und bietet Identifikationsfläche für Spieler. Immerhin stammen MMORPGs ursprünglich von den guten alten Tisch-Rollenspielen ab, wo ein Charakter sicherlich mehr als ein einfacher Pöppel ist.

Vor allem würde ich diese Diskussion aber gerne auf die Spielgenres der Echtzeit-Strategiespiele und Aufbauspiele ausweiten: dieser Gedanke mag nicht nahe liegen, hat aber für einen Genremix wie Coobico große Bedeutung.
In Strategiespielen dienen Einheiten/Siedler normalerweise entweder nur als Güterproduzenten oder als Repräsentation der Angriffs- und Verteidigungsstärke eines Spielers. Was wäre, wenn solche Einheiten persönliche (und personalisierbare) Eigenschaften hätten? Wenn sich solche Charakterzüge auf das Spiel auswirken würden und/oder sich während des Spielverlaufes ändern würden? Mir ist klar, daß man endeffektlich so etwas wie die Sims hätte, wenn man diesen Gedanken bis ins Detail zuende denken würde—es käme auf den Grad der “Avatarisierung” an.

Hier könnte man meiner Meinung nach kleine aber entscheidende Akzente setzen, ohne das Spielgenre zu stark zu verbiegen.

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Kommentare & Trackbacks

Acai: 24.11.2009,  10:59 AM

I would love the option to build huge cities in the game. That would be awesome.

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